Der unaufhaltsame Trend zum “Hike & Fly” beim Gleitschirmfliegen

Früher war Gleitschirmfliegen oft eine Materialschlacht. Rucksäcke, die 20 Kilogramm oder mehr wogen, mussten auf den Berg geschleppt werden, wenn keine Bahn fuhr. Heute erleben wir eine Revolution, die den Sport grundlegend verändert: Hike & Fly.

Dieser Trend verbindet den klassischen Bergsport mit dem Fliegen. Man wandert auf den Gipfel und genießt den knieschonenden Flug ins Tal. Möglich macht dies die rasante Entwicklung im Leichtbau. Vor wenigen Jahren galt eine Ausrüstung unter 10 kg als leicht, heute sind Komplettausrüstungen (Schirm, Gurtzeug, Retter, Rucksack) unter 5 kg keine Seltenheit mehr.

Die Hersteller nutzen neue, robuste Leichtmaterialien und innovative Konstruktionen. Besonders sogenannte “Single-Skin”-Schirme (die keine Untersegel haben) oder hybride Konstruktionen wiegen oft nur noch um die 2 Kilogramm und lassen sich auf das Packmaß einer großen Trinkflasche komprimieren.

Für wen ist es?

Hike & Fly ist nicht nur etwas für Profi-Alpinisten. Es gibt mittlerweile leichte Schirme in der sichersten Einsteigerklasse (EN-A), die sich perfekt für den Genusspiloten eignen, der gerne wandert. Dieser Trend öffnet neue Horizonte: Plötzlich werden Berge interessant, die keine Seilbahn haben. Der Feierabend-Hike auf den Hausberg mit anschließendem Abgleiter in den Sonnenuntergang wird zum neuen Standard für viele Piloten. Es ist die maximale Freiheit: Ein Rucksack, der kaum schwerer ist als eine normale Wanderausrüstung, aber die Option bietet, zu fliegen.

Der Trend bringt auch ganz neue Facetten des Sportes ans Tageslicht. So sind nun zum Beispiel Wettkämpfe möglich, die Ausdauersport und Fliegen kombinieren. In unserem Kalender könnt Ihr alle zukünftigen Veranstaltungen finden. Wenn ihr nicht sicher seid was alles für einen Hike & Fly Wettkampf nötig ist, werdet ihr sicher in den gelisteten Aktivitäten auf unserer Seite fündig.
Für den Genusspiloten der keinen Wettkampf sucht, sondern einfach Wandern will und danach ins Tal fliegen möchte, gibt es jedoch auch einige Dinge zu beachten die sich vom “normalen” Flug unterscheiden. Dazu zählen die Tourenplanung für den Aufstieg, Equipment für den Aufstieg und den Flug, der Umgang mit der körperlichen Erschöpfung, das Starten und Landen in unbekanntem Gebiet, die rechtlichen Regeln für den Flug von Gipfeln und vieles mehr. Um ganz sicher zu gehen und mehr über Hike & Fly zu erfahren, meldet euch bei einer Flugschule vor Ort um alle Infos zu bekommen oder auch einen Hike & Fly Kurs zu besuchen. Hier geht es zu unserem Flugschulfinder

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