PARAGLIDING EIGNUNGSTEST

DEINE SCHRITTE ZUM PILOTENSCHEIN

Die Schritte zum Pilotenschein sind von Land zu Land unterschiedlich und ändern sich auch ständig. Die nachfolgende Auflistung gibt dir aber einen guten Überblick wie eine Ausbildung aussieht.

Bevor du dich verpflichtest, testest du, ob dir das Gefühl der Höhe und das Handling liegen.

  • Erklärung: Du lernst den Schirm am Übungshang aufzuziehen und machst meist schon kleine Hüpfer wenige Meter über dem Boden.

  • Anleitung: Suche eine Flugschule in deiner Nähe und buche einen 1- oder 2-Tages-Schnupperkurs. Ziehe robuste Kleidung an, die schmutzig werden darf.

Die Kosten für den Schnupperkurs werden in den meisten Fällen auf die Ausbildung angerechnet.

Hier legst du das Fundament. Du lernst Starten, Steuern und Landen.

  • Erklärung: Du verbringst Tage am Übungshang (kleiner Hügel). Ziel sind ca. 15 bis 20 Alleinflüge mit geringer Höhendifferenz (40–100m). Du lernst die Starttechnik (Vorwärtsstart) und das kontrollierte Landen.

  • Anleitung: Buche den ca. 4–5 tägigen Grundkurs. Konzentriere dich hier extrem auf die Laufarbeit beim Start – das ist die Basis für deine gesamte Fliegerkarriere.

Parallel zur Praxis musst du verstehen, warum und wann es fliegt.

  • Erklärung: Die Theorie umfasst Meteorologie (Wetterkunde), Luftrecht, Aerodynamik, Gerätekunde und Verhalten in besonderen Fällen.

  • Anleitung: Viele Schulen bieten dies als Blockunterricht abends oder bei schlechtem Wetter an. Kaufe dir frühzeitig das offizielle Lehrbuch, um den Stoff zu vertiefen.

Jetzt geht es in die “echte” Luft. Du fliegst mit Funkunterstützung vom hohen Berg.

  • Erklärung: Du musst eine gesetzlich vorgeschriebene Anzahl an Höhenflügen (in Deutschland z.B. 40 Flüge) absolvieren. Hier lernst du Flugfiguren (Achten, Kreise) und Schnellabstiegsmanöver (Ohren anlegen).

  • Anleitung: Plane hierfür meist zwei Wochen Urlaub ein (z.B. in den Alpen). Höre auf den Fluglehrer am Funkgerät und lerne, die Wetterbedingungen am Startplatz selbst einzuschätzen.

Der Abschluss deiner Grundausbildung. Damit darfst du offiziell alleine fliegen.

  • Erklärung: Du legst eine theoretische Prüfung (Multiple Choice) und eine praktische Prüfung (ein sauberer Flug mit Figuren und Landung) vor einem unabhängigen Prüfer ab.

  • Anleitung: Melde dich zur Prüfung an, wenn du dich sicher fühlst. Wichtig: Vor der Prüfung nicht nervös machen lassen, fliege so konservativ und sicher wie im Kurs gelernt.

Nach der Schule brauchst du dein eigenes Material, um dich an deinen Flügel zu gewöhnen.

  • Erklärung: Schulungsschirme sind oft träge. Ein eigener Schirm (Klasse EN-A oder low EN-B) gibt dir Feedback und Sicherheit.

  • Anleitung: Kaufe nicht blind im Internet. Lass dich von deiner Flugschule beraten oder kaufe dort gebrauchtes Material. Das Gurtzeug muss perfekt passen – sitze es unbedingt im Laden zur Probe (mind. 30 Minuten hängend).

Der vielleicht wichtigste Schritt zum “kompletten” Piloten, der oft erst nach der Lizenz erfolgt.

  • Erklärung: Du fliegst über einem See mit Schwimmweste. Ein Profi leitet dich per Funk an, Simulationen extremer Flugzustände (Einklapper, Strömungsabriss) zu erfliegen und zu beherrschen.

  • Anleitung: Buche dieses Training ca. 6–12 Monate nach Erhalt deines Scheins. Es verwandelt deine Angst vor Turbulenzen in Kompetenz.

Vom “Abgleiter” zum “Streckenjäger”.

  • Erklärung: Der A-Schein erlaubt lokales Fliegen. Der B-Schein (unbeschränkter Luftfahrerschein) erlaubt Überlandflüge (Streckenflüge) weg vom Startberg. Du lernst hierfür fortgeschrittene Meteorologie und Navigation.

  • Anleitung: Wenn du sicher startest und landest und Thermik fliegen kannst, mache den B-Schein Theoriekurs und absolviere den geforderten 10-km-Streckenflug.

Deine Ausrüstung wiegt anfangs ca. 15–18 kg. Die musst du auch mal 20 Minuten bergauf tragen können (zur Bahn oder zum Startplatz).

Der Start: Du musst in der Lage sein, einen kurzen Sprint (10-20 Meter) zu laufen – auch bergab.

Die Landung: Ein Sprung von einem Stuhl entspricht in etwa der Belastung bei einer härteren Landung. Deine Knie und Knöchel sollten gesund sein.

Gute Nachricht: Das Schwindelgefühl (Vertigo) entsteht meist durch die Verbindung zum Boden (z.B. Hauskante). 

Beim Fliegen fehlt diese Referenz. Du sitzt bequem wie im Sessel. Viele Piloten haben Angst auf Leitern, aber nicht in der Luft!

Mache am besten einen Tandemflug um sicherzugehen, dass das Fliegen etwas für dich ist. Hier der findest du einen Tandemanbieter!

Gleitschirmfliegen kann schaukeln (Thermik). Nach einer Zeit kann einem mulmig werden. Das nennt man ‘Air Sickness’. 

Man kann sich daran gewöhnen, aber wenn du extrem empfindlich bist, solltest du unbedingt erst einen ruhigen Tandemflug am Vormittag machen um herauszufinden wie es sich in der Luft anfühlt.

Mit der Zeit gewöhnt man sich an das Schaukeln und traut sich auch in die Thermik. In der Ausbildung und am Beginn deiner Flugkarriere wirst du die Thermik meiden.

Der Sport ist sehr zeitintensiv und schlecht planbar. Für einen Flugtag solltest du meist einen halben bis ganzen Tag einplanen.

Der Ablauf: Anreise, Auffahrt (Bahn oder Laufen), Wettercheck und Vorbereitung dauern viel länger als der Flug selbst.

Parawaiting: Ein großer Teil des Sports besteht aus Warten auf den richtigen Wind am Startplatz. Es ist kein Sport für “mal eben zwischendurch” (wie Joggen). Wenn du also wenig Zeit hast wird es schwierig das Hobby auszuüben.

WIEVIEL KOSTET PARAGLIDING?

Für das Fliegen benötigst du als Basis den Gleitschirm, ein Gurtzeug (dein Sitz) und einen gesetzlich vorgeschriebenen Rettungsschirm für den Notfall. Zur Schutzausrüstung gehören zwingend Flugsporthelm, feste Schuhe, 
wetterfeste Kleidung, Handschuhe und meist ein Variometer (zur Anzeige von Steigen/Sinken) und ein Funkgerät.

Die Kosten:
 Ausbildung (A-Schein): ca. 1.500 € – 2.000 €
– Eigene Ausrüstung (Gebraucht/Neu): ca. 2.500 € – 4.500 €
– Laufende Kosten: Check alle 2 Jahre, Versicherung, Apps, Fahrtkosten. ca. 250 €
– Zusätzliche Kosten: Fahrtkosten, Unterkunft & Verpflegung
Fazit: Rechne mit ca. 4.000 € – 5000 € Startkapital für das erste Jahr.

Ja, ich möchte Fliegen lernen!

Noch Fragen? Wir helfen dir gerne weiter! Am einfachsten startest du bei einer Flugschule in deiner Umgebung oder du buchst einen Kurs an deinem liebstem Urlaubsort. Besonders effektiv sind Intensivkurse, bei denen du schnelle Fortschritte machst. Warte nicht zu lange: Kontaktiere einfach die nächste Flugschule und heb ab!

Die Basic Lernvideos

Diese Videos wird man irgendwann in seiner Fliegerkarriere anschauen, warum also nicht gleich.

Lernvideos

Tolle Lernvideos zum neu Lernen oder Auffrischen von Inhalten rund um das Gleitschirmfliegen vom DHVinfo Kanal!

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